„Botschafter Bayerns“ entdecken die Welt

Erfahrungen sammeln, Dinge über sich selbst lernen, ganz viele neue Personen treffen und Bindungen knüpfen, die auch später noch halten. Nicht ein Jahr in einem Leben, sondern ein Leben in einem Jahr… Es gibt einem so viel Wertvolles, wenn man sich entscheidet, ein Jahr lang als Austauschülerin oder Austauschschüler ein anderes Land zu erkunden, mit einer zweiten Familie.

Aber welches Land sollte es werden? Lieber ganz weit weg, nach Neuseeland oder Australien? Will man eine Kultur kennenlernen, die sich mit unserer sehr stark kontrastiert, so wie sie es in Japan oder Indien gibt? Will man das High School Leben in den USA selbst als Schülerin oder Schüler kennenlernen? Oder lieber in Europa bleiben?

Ich werde nächstes Schuljahr in Ungarn verbringen. Und unter anderem habe ich meine Entscheidung natürlich gefällt, wegen dem Musikprogramm, an dem ich teilnehme, aber auch durch Erfahrungsberichte von ehemaligen Austauschschülerinnen und Austauschschülern. Durch diese Erzählungen habe ich mir ein eigenes Bild von anderen Ländern machen können, was es heißt, sich allein auf ein großes Abenteuer vorzubereiten und was es für einen selbst bedeutet, ein Mitglied einer neuen Familie sein zu dürfen. Durch das Botschafter Bayern Stipendium werde ich selbst Erfahrungsberichte schreiben dürfen und ich freue mich schon, dann selbst anderen Jugendlichen, die auf der Suche nach einem für sie passenden Land sind, einen Einblick in mein noch bevorstehendes Auslandsjahr geben darf.

Aber das Stipendium gibt mir nicht nur diese Chance auf ein Weitergeben meiner Erlebnisse. Natürlich ist ein Auslandsjahr sehr kostspielig. Gebühren an eine Austauschorganisation, alles, was man während des Aufenthalts benötigt, die Fahrtkosten, mögliche Reisen, der tägliche Bedarf… sind teuer, keine Frage, auch wenn man ein Land in Europa gewählt hat, so wie ich.

Youth for Understanding heißt die Organisation, die mir das Vorbereiten meines Auslandsaufenthaltes erleichtert hat. In meinem Fall war der Betrag, den ich an, kurz, YFU, zahlen muss, zwar vergleichsweise günstig, aber dennoch erheblich. Ich habe auch noch eine große Familie. Und trotzdem haben meine Eltern mir meinen Wunsch erfüllt und mir den Austausch gezahlt. Und ich wollte mich unbedingt revanchieren. Natürlich auch finanziell. Was gäbe es nicht für eine bessere Möglichkeit als ein Stipendium? Für das Botschafter Bayern Stipendium sollte man den Hauptwohnsitz in Bayern haben und sich ehrenamtlich engagieren… Und jetzt haben sich gute Noten in der Schule zu erzielen endlich einmal richtig ausgezahlt. Das Stipendium hat mir die Gelegenheit gegeben, ein ganzes Drittel des Betrages für das Auslandsjahr zu übernehmen, und das ganz durch meine eigene Leistung. 

Darauf war ich stolz und ich habe mich riesig gefreut.

Cosima Enderle

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