Spanische Tapas, mexikanische Weihnachtsbräuche

Spanische tortilla, Speckdatteln, süße und deftige empanadas, traditionelle Kuchen…das tapas-Buffet am Spanischen Abend Ende November 2018 war noch vielfältiger als die Jahre zuvor. Die begabten Köche waren allesamt Spanisch-Schülerinnen und Schüler aus der 9a. Zu diesen Leckereien schenkte die 8a selbst zubereitete lateinamerikanische Getränke aus: agua de limón sowie agua de jamaica. Die Nachfrage war riesig!

Zu Beginn des Abends stand der Schüleraustausch auf dem Programm. Die Teilnehmer am Madrid-Austausch 2018 gaben dem Publikum in Wort und Bild Einblick in das, was sie in der spanischen Hauptstadt, der Austauschschule Colegio Rosales und in ihren spanischen Gastfamilien erlebt hatten. Anschließend ging es um die spanische Bar-Kultur und dann ans Buffet.

Nach der Pause lag der Schwerpunkt auf Mexiko. Marcello stellte alebrijes vor, mythische Tierwesen aus dem Totenreich, die einigen im Film „Coco“ bereits begegnet waren. Anschließend erläuterten Oberstufenschüler die Hintergründe zu ihrer selbst gebastelten piñata. Zur Überraschung vieler erklärten sie, dass die piñata keineswegs als Event für Kindergeburtstage entstanden war, sondern vor 400 Jahren von spanischen Missionaren in der Neuen Welt als Weihnachtsbrauch etabliert wurde. Seither sind klassische piñatas sternförmig, wobei jeder der Zacken für eine der „Sieben Totsünden“ steht. Das Böse wird bei dem Brauch mit dem Stock in Stücke geschlagen und heraus kommen Süßigkeiten und Früchte, ursprünglich ein Symbol der Gnade Gottes. Dieser mexikanische Weihnachtsbrauch wird zwischen dem 16. und 24. Dezember gefeiert, daher mussten sich die Besucher des Spanischen Abends noch etwas gedulden.

Insgesamt beeindruckte der Abend durch die vielfältigen kulinarischen und inhaltlichen Beiträge aus vier Jahrgangsstufen. ¡Bien hecho, chicos! Muchas gracias.

Annette Hopf