Vorlesewettbewerb 2018 – „60 Jahre Vorlesen und kein Ende“

Tatsächlich – der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird in diesem Jahr 60 und ist damit einer der ältesten Schulwettbewerbe überhaupt. Anscheinend war schon im Jahr 1958 klar, dass Lesen als Kulturtechnik nicht einfach als etwas Selbstverständliches angesehen, sondern auch entsprechend gefördert werden sollte, ein Bewusstsein, dass sich in unserem digitalen Zeitalter eher noch verschärft haben dürfte.

Und es ist tatsächlich nicht so, dass sich der Wettbewerb langsam dem „Rentenalter“ nähert – das bewies einmal mehr der diesjährige Entscheid zur Wahl des Schulsiegers / der Schulsiegerin im Vorlesen.  Die sechste Jahrgangsstufe versammelte sich komplett, um ihren Klassensieger*innen die Daumen zu drücken und vor allem, um mucksmäuschenstill und gespannt zuzuhören.

Ein Vorleser und drei Vorleserinnen hatten offensichtlich das weitere Motto des diesjährigen Wettbewerbs, „Meine Superkraft Vorlesen“, bei der Auswahl der Textstellen berücksichtigt, denn in allen vier Lieblingsbüchern ging es um Jugendliche mit außergewöhnlichen Fähigkeiten für allerhand geheimnisvolle Fälle: „Harry Potter“, „die drei !!!“ in Paris und eine „Teestunde mit Todesfall“ in bester britischer Manier. Auch der Fremdtext „Kannawoniwasein“, eine berlinernde Neubearbeitung von Erich Kästners Klassiker „Emil und die Detektive“ passte gut dazu.

Der Jury fiel es in diesem Jahr nicht ganz leicht, unter den allesamt gut und flüssig lesenden Teilnehmer*innen die Schulsiegerin zu küren – das Rennen machte schließlich Felicitas Hebel aus der 6a, die nun das KuMax beim Regionalentscheid vertreten darf.

Klassensieger wurden Jonas Eberl, 6a; Emily Arndt, 6b und Anna Weiß, 6b, die – wie auch die Schulsiegerin – ebenfalls Büchergutscheine erhielten.

Susanne Mahr