1. Musikbühne 2018

Impressionen:

Klassische Strenge und Virtuosität

1. Musikbühne des Kumax ließ Publikum staunen – Gruppe „KumaxBrass“ trat erstmals auf

Einerseits klassisch streng verfasste Kompositionen, andererseits hochvirtuose Instrumentalartistik – zwischen diesen beiden Polen pendelten die Darbietungen der Schüler bei der 1. Musikbühne in der Großen Aula des Kumax.

Einen Satz aus Bachs E-Dur-Violinkonzert bewältigte Teresa Burgmann mühelos. Isabel Zellhuber glänzte bei schnellen Violinkonzertsätzen von Joseph Haydn und Antonio Vivaldi, während bei Antonia Ruhlands Beethoven-Darbietung die perlenden Läufe hervorstachen. Jenin Noetzel bewies beim Vortrag des Stamitz-Flötenkonzerts und „Deep Blue“ von Ian Clark ihre Vielseitigkeit. Die virtuosen Elemente in Schuberts As-Dur-Impromptu kamen bei Judith Schweizers Klavierspiel zum Tragen. Die ganze Bandbreite spätromantischer Tongebung arbeitete die Geigerin Franziska Deser bei einem Sonatensatz von Grieg heraus.

Atemberaubend virtuos boten jeweils Anna Beutlhauser an der Violine Bériots „Scène de Ballet“ und Alexander Staller am Klavier Granados‘ „Allegro de concierto“ dar. Für heiter beschwingte Augenblicke sorgten das Klavierduo Martin und Anna Beutlhauser mit einer Samba-Etüde und die Cellistin Elisabeth Vlcek, begleitet von Annalisa Zellers am Klavier, mit dem Ragtime „The Entertainer“. All das wurde eingerahmt von der erstmals auftretenden Gruppe KumaxBrass. Unter der Leitung von Jakob Wurm erstrahlten die Hornpipe von Händel und „Can You Feel the Love Tonight“ von Elton John.

Das Publikum war von alledem sichtlich erstaunt und darf sich freuen, eine Handvoll Mitwirkender bei der Verleihung der Prof.-Barbarino-Musikpreise am 13. März wieder erleben zu dürfen.

Gunther Hinterdobler