Exkursion ins Seniorenzentrum

Heutzutage passiert es immer häufiger, dass Familien nicht für ihre Senioren sorgen können, da sie sich um die eigenen Kinder kümmern müssen oder einen sehr zeitaufwendigen Job besitzen. Deswegen bieten AWOs Seniorenzentren Hilfe durch eine Wohnmöglichkeit oder Essenslieferungen an. Bei einer Exkursion der Klasse 10a des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums im AWO Seniorenzentrum Georg-Schenk-Haus in Burghausen wurde uns am 21.12.2017 gezeigt, wie die Räumlichkeiten ausgestattet sind und welche Vorteile eine solche Betreuungsstätte bietet.

Das Haus mit seinen derzeit 97 Bewohnern der Pflegegrade 2-5 ist in drei Bereiche aufgeteilt. Erstens ist das Wohnheim für Senioren gedacht, die selbstständig in Einzelzimmern leben, währenddessen aber die hauswirtschaftliche Vollversorgung und bei Bedarf pflegerische Leistungen in Anspruch nehmen. Pro Etage gibt es 25 Einzelzimmer, denn der Fokus liegt auf Privatsphäre und dem Wohlfühlen der Bewohner. Die Mindestquadratmeterzahl liegt bei 14, manche Einrichtungsgegenstände und die Dekoration sind frei gestaltbar. Zum Beispiel kann man Pflanzen im Raum verteilen und Bilder an die Wand hängen, jedoch muss die Wandfarbe Weiß bleiben. Gardinen sollten selbst mitgebracht werden. Jedes Einzelzimmer hat ein eigenes privates Badezimmer. Auf den Etagen gibt es jeweils mehrere Wohnküchen. Der zweite Bereich besteht aus drei Wohngruppen für pflegebedürftige Bewohner, die rund um die Uhr betreut werden. Eine dritte und geschützte Wohngruppe gibt es für altersverwirrte bzw. an Demenz erkrankte Patienten, wobei die Aufnahme nur nach ärztlicher Prüfung erfolgen kann. Als vierten Bereich könnte man den Aufenthaltsraum sowie die Mensa zählen, welche durch die moderne Gestaltung mit einer schönen Wohlfühlatmosphäre beeindruckt. Erstaunlich ist, dass in fast jedem Raum mindestens ein großes Fenster und gute Beleuchtung vorhanden ist, was auch den vielen Pflanzen gefallen dürfte.

Die Kosten für den Aufenthalt im Seniorenheim betragen – ohne Pflegekosten – 2300€ im Monat. Es kann nur so viel Pflegepersonal eingestellt werden wie vom Staat nach Pflegegraden vergütet wird und das ist leider ziemlich wenig, wodurch die Rahmenbedingungen für Altenpfleger heutzutage eine echte Herausforderung sind. Das Georg-Schenk-Haus zeichnet sich durch einen eigenen Ambulanten Dienst sowie vielfältige Freizeitangebote aus: Ausflüge, Kaffeenachmittage, Gesellschaftsspiele, Sitzgymnastik, Singstunden, Gedächtnistraining, Malen und Kochen helfen den Senioren, sich dort wohlzufühlen und eine Beschäftigung zu haben. Außerdem hat das Haus eine eigene Kapelle, in der jeweils einmal pro Woche ein evangelischer und ein katholischer Gottesdienst gefeiert wird.

Zeichnung der AWO-Kapelle von Marlene Stadler

Letzten Endes war diese Exkursion eine wunderbare Möglichkeit mehr über die AWO zu erfahren und ich selbst empfinde sie als sinnvolle Weiterbildung, die es wert ist, wiederholt zu werden.

Anastasia Koleber 10a