Synagogenbesuch der 9. Klassen

Am Mittwoch, den 12. Februar 2020, besuchten unsere 9. Klassen die Synagoge in Straubing. Frau Zap führte uns durch die Synagoge, zeigte und erklärte uns verschiedene jüdische Symbole und erzählte uns viel über jüdische Feste und Bräuche.

Die jüdische Gemeinde in Straubing gehört zum konservativen Judentum, d.h. es gibt zwar keine weiblichen Rabbinerinnen wie in liberalen Gemeinden, aber es müssen nicht zehn religionsmündige Männer – wie im orthodoxen Judentum verlangt – anwesend sein, um einen Gottesdienst feiern zu können, sondern es zählen auch Frauen zum „Minjan“.

Eigentlich ist Juden am Sabbat jegliche Form von Arbeit verboten, wozu auch Autofahren zählt. Da die Synagoge in Straubing aber die einzige in ganz Niederbayern ist und viele Juden weit weg wohnen, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als zum Gottesdienst mit dem Auto dorthin zu fahren. Außerdem ist es schwierig, sich in der Straubinger Gegend an alle jüdischen Speisegesetze zu halten, da es beispielsweise keinen Metzger gibt, der koscher schlachtet. Daher hat der Rabbi von Straubing beschlossen, sich vegetarisch zu ernähren.

Aufgrund der Anschläge, die es in letzter Zeit auf jüdische Einrichtungen gegeben hat, steht auch die Synagoge in Straubing unter Polizeischutz. Davon konnten wir uns mit eigenen Augen überzeugen und das machte uns sehr betroffen.

Durch diese spannende und lehrreiche Exkursion bekamen wir einen interessanten Einblick in die gelebte jüdische Kultur und das Judentum in Deutschland.

Anna Hübl